Tour de France 13. Etappe

Tejay van Garderens Power in den Bergen

18. Juli, 13. Etappe: Saint-Étienne - Chamrousse 197,5 km

Tejay van Garderen (BMC) verbesserte sich am Freitag vom sechsten auf den fünften Paltz im Gesamtklassement. Er fuhr bei der ersten Bergetappe der Tour de France auf den sechsten Platz.

SRM ist ein Sponsor des BMC Racing Teams, das uns Tejays SRM Daten der Etappe zur Verfügung stellte um die extrem hohen körperlichen Anforderungen an die Fahrer auf einer Tour de France Bergetappe zu veranschaulichen.

(Text und Zitat vom BMC Racing Team Media Service)

Tejay Van Garderen

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Tejay van Garderen (1,85 m, 68 kg) erbrachte im Schnitt eine Leistung von 228 Watt bei einer Trittfrequenz von 76/min. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit lag auf der 13 Etappe bei 37 km/h, und es galt insgesamt über 3480 Höhenmeter zu überwinden. Auf der ersten Bergetappe verbrauchte Tejay dabei mehr als 3400 Kilokalorien.

Der Kampf mit der Hitze

Am bisher heissesten Tag der diesjährigen Tour verlor Tejay auf dem letzten Anstieg vor dem Ziel zunächst den Kontakt zur Spitzengruppe. Aber er fuhr weiterhin sein eigens Tempo und erholte sich genug um die Etappe nur 1:23 nach Vincenzo Nibali (Astana) zu beenden, der im Alleingang seinen dritten Etappensieg einfuhr.

"Ich war anfangs zuversichtlich, aber die Hitze ist eine zusätzliche Herausforderung, mit der ich mich manchmal schwer tue," sagte van Garderen. "Ich bin froh, dass es trotzdem eine gute Etappe wurde. Die Anstiege lagen mir, und ich versuchte meinem eigenen Rhythmus zu folgen, und ich freue mich natürlich, dass ich aufgestiegen bin." 

Der Anstieg nach Chamrousse

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Van Garderen wurde heute auf dem 18,2 km langen Anstieg von seinem Teamkollegen Peter Stetina unterstützt. "Wir mussten ihn vorne dabeihalten und vor dem Wind schützen, um ihn in eine gute Position zu bringen," sagte Stetina. "Es war ein richtig harter Tag, weil Katusha ihre stärksten Fahrer den ganzen Tag ganz vorne fahren liessen. Als wir die Anstiege begannen, waren zwei Drittel des Feldes praktisch tot." 

Tejay van Gerderen brachte während des letzten Anstiegs über 50 Minuten im Schnitt 338 Watt auf die Pedale. Seine Trittfrequenz lag bei 84/min, seine Durchschnittsgeschwindigkeit bei 21 km/h.

Laut BMC Racing Team Direktor Yvon Ledanois lief die Etappe ganz wie geplant. "Für uns war es perfekt. Heute war ein harter Tag, und morgen geht es gleich weiter. Die Jungs haben heute gute Arbeit geleistet, und wir konzentrieren uns jetzt auf den nächsten Schritt."

Haimar (Trek Factory)

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Wegen der extremen Hitze war die Performance während der 13. Etappe niedriger als erwartet. Zuvor lag die Durchschnittstemperatur (gemessen von SRM) bei 24 Grad. Heute war der Durchschnitt 37ºC. Die Länge der Etappe und die niedrige Geschwindigkeit auf den beiden langen Anstiegen (1h40) trugen ausserdem zur Überhitzung bei. Zusammen bedeutet das, dass Strahlung, Konvektion und Verdunstung wesentlich niedriger sind und die Körpertemperatur nicht konstant halten können. Unter diesen Bedingungen kann eine Körpertemperatur von über 40ºC erreicht werden, und dann ist es schwierig Höchstleistungen zu erbringen. Im Körper kommt es dann zu einem Wettkampf zwischen den Muskeln, die Blut benötigen, und der Haut, die Blut zur Kühlung brauchen. Dadurch wird die Herzfrequenz und der Schweissverlust erhöht. Heute hatten wir die höchsten durchschnittlichen Herzfrequenzen und Gewichtsverluste (Dehydrierung). Die Herzfrequenzen lagen 2-3% über denen der 14. Etappe, und der Gewichtsverlust war im Schnitt etwa 3% (des Körpergewichts). Zwei Fahrer verloren sogar über 4%. Folglich sehen wir eine reduzierte Ausdauer der Muskulatur. - Josu Larrazabal, Sportdirektor

Die Etappe nach Chamrousse stellte sich als wesentlich härter heraus als erwartet. Nach den feuchten und relativ kühlen ersten Woche der Tour waren die extremen Temperaturen ein Schock. Das von Katusha während der ersten 100 Kilometer vorgegebene Tempo forderte ebenfalls sein Tribut. Auf dem letzten Anstieg nach  Chamrousse erbrachte Haimar im Schnitt über 5 W/kg über 52 Minuten und erreichte damit den 11. Platz, der ihm eine Verbesserung um vier Plätze auf Platz 14 im Gesamtklassment brachte. Während seine Performance etwas unter seiner persönlichen Bestleistung über 60 Minuten lag, beendete Haimar die Etappe nur 2 Minuten hinter dem Etappensieger Nibali, und das zeigt uns, dass heute die Favoriten  genauso wie Haimar unter der Hitze gelitten haben. - Jordan Roessingh, Technischer Direktor

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