| Mountainbike Weltcup Offenburg 2010: SRM-Daten von Nicola Rohrbach |
![]() Am vergangenen Wochenende traf sich die Mountainbikeelite in Offenburg zum dritten Weltcuprennen der Saison. Im Südwesten Deutschlands, am Rand des Schwarzwalds gelegen, ist die Stadt mit ihrer Nähe zu Frankreich und der Schweiz ein idealer Austragungsort für dieses Großereignis. 2008 und 2009 war die Veranstaltung durch die UCI zum „Besten MTB Weltcup" gewählt worden.
Über 20.000 Zuschauer feuerten die Frauen und Männer auf dem technisch anspruchsvollen Parcours an. Nach wochenlangem Regen und kühlen Temperaturen sorgte warmes Sommerwetter am Pfingstwochenende für ideale Bedingungen.
Das Rennen der Männer über 36,8 Kilometer führte über eine Startrunde und sieben Runden à 5,1 Kilometer. Julien Absalon aus Frankreich war an diesem Sonntag nicht zu schlagen. Der Team Orbea Fahrer setzte sich vom Start an die Spitze, lediglich der Weltmeister Nino Schurter aus der Schweiz konnte ihm bis zur dritten Runde folgen. Dann sorgte am „Wolfsdrop" ein Rutscher von der Strecke dafür, dass sich Absalon absetzen konnte. Er siegte mit 49 Sekunden vor Schurter und 1:08 Minuten vor dem Tschechen Jaroslav Kulhavy.
Es war auch ein gutes Rennen für das SRM Stevens Team. Nicola Rohrbach profitierte von seiner ansteigenden Form und der besseren Startposition, für die er sich mit den Ergebnissen der letzten Rennen qualifiziert hatte. Mit nur etwas mehr als 6 Minuten Rückstand wurde er 21er und erreichte damit sein bisher bestes Weltcupergebnis seiner jungen Karriere. Nicolas SRM-Daten belegen die starke Startphase mit den schnellsten Zeiten und mit über 300 Watt den höchsten Durchschnittsleistungen in den ersten beiden Runden. Dann musste er der Anstrengung etwas Tribut zollen, in der fünften und sechsten Runde erreichte er noch Durchschnittsleistungen um 280 Watt bevor er in der letzten Runde noch einmal aufdrehte. Während die absolute Durchschnittsleistung in den drei Weltcuprennen in Dalby Forest (291 W), Houffalize (295 W) und Offenburg (297 W) nur leicht ansteigt, können wir annehmen, dass die Leistung pro Kilogramm Körpergewicht stärker angestiegen ist, da im Verlauf der Wettkampfsaison das Körpergewicht in der Regel sinkt. Rennstrategie und Streckenverlauf sind weitere Gründe dafür, dass die Durchschnittsleistung nicht weiter angestiegen ist.
Der Start im Mountainbike ist wie in der Formel Eins - es geht um die Startposition und die Beschleunigung, um sich möglichst an die Spitze des Feldes zu setzen. Nicola setzte alles daran, sich eine gute Ausgangsposition zu verschaffen.
Auf den guten Start folgte eine starke erste Runde. Es war seine schnellste im gesamten Rennen (16:30 min) mit der höchsten Durchschnittsleistung (311 W, 4,3 W/kg). Dadurch konnte er auf dem technischen Parcours Plätze gut machen und die Grundlage für das gute Endergebnis legen.
Die sechste Runde war mit 17:12 min und 280 Watt (3,8 W/kg) Nicolas langsamste. Trotzdem erkennt man, wie die Herzfrequenz sich auch weiterhin schnell an Belastungswechsel adaptierte - ein gutes Zeichen dafür, dass er ökonomisch unterwegs war und versuchte Energie für die letzte Runde zu sparen. Verglichen mit der ersten Runde erkennt man nur eine Belastungsspitze über 800 Watt.
In der letzten Runde konnte Nicola noch einmal zulegen und sich näher an die Top 20 heranarbeiten. Seine hohes Herzfrequenzniveau ist ein Hinweis darauf, dass er gut erholt zum Rennen nach Offenburg angereist war und sich das Rennen gut eingeteilt hatte. Eine niedrigere maximale Herzfrequenz und auch durchschnittliche Herzfrequenz sind häufig ein Zeichen von Ermüdung, da man nicht mehr in der Lage ist, hohe Intensitäten zu erreichen, wie das typischerweise im Verlauf der Tour de France der Fall ist.
Mit den Weltcuppunkten für den 21. Platz hat er jetzt die Chance auf eine weitere Verbesserung der Startposition im nächsten Weltcuprennen im Juli in Champéry.
SRM ist offizieller Ausrüster folgender Teams:
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