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Interview mit Carlos Moleda, Sieger im Zeitfahren bei den US-Meisterschaften im Handcycling

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Hallo Carlos! Du hast das Zeitfahren bei den US-Trials 2011 gewonnen. Herzlichen Glückwünsch.
Wann hast du mit dem professionellen Handbiken begonnen und wann hast du erkannt, dass Du solch ein enormes Talent hast?


Ich bin während der späten 90er durch meine Teilnahme an Triathlons auf den Geschmack des Handbikens gekommen. Ich wollte 1998 am Hawaii Ironman Triathlon teilnehmen und begann aus diesem Grund in der Vorbereitungsphase mit dem Handbiken. Damals befand sich die Sportart Handbiking noch in den Kinderschuhen und die Handbikes hatten noch keine Ähnlichkeit mit den heutigen Sportgeräten. Es waren schwere und sperrige Sportgeräte. Trotz allem genoss ich es, mit dem Handbike zu fahren und zu trainieren. Inzwischen hat sich Handbiking zu einer eigenen Sportart weiterentwickelt.
Aus unterschiedlichen Gründen fühle ich mich im Handbike und beim Fahren sehr wohl und begann, mich darauf zu konzentrieren und das mit gutem Erfolg. Ich konnte unter anderem zwei Landesmeisterschaften, das Midnight Sun Ultra Challenge in Alaska wie auch vier Ironman Triathlonweltmeisterschaften gewinnen.

Wann hast du damit begonnen, mit dem SRM System zu arbeiten? Welche Eigenschaften sind die Hauptvorteile für dich? Wie hat das SRM dir während der Trainingsphase geholfen, und wie hat sich dein Training durch das SRM geändert?

Als ich am Race Across Amerika im Jahr 2009 teilnahm, waren der deutsche Handbiker Vico Merklein und sein Trainer Ralf Lindschulten Teil unseres Teams. Ich erfuhr von Ralf, dass Vicos Training auf Wattangaben basierte, und es zeigte sich schon während des RAAMs, dass es eine effiziente und direkte Art des Trainings ist. Ich hatte schon Großartiges über diesen Trainingsansatz (auf Watt basierend) für Athleten ohne Behinderung gehört, war mir aber nicht sicher, ob es auch beim Handbiken funktionieren würde.
Als ich beschloss, mein Training auf das Einzelzeitfahren der US-Trials 2011 auszurichten , trat ich an Ralf heran und fragte, ob er sich vorstellen könnte, mich auf diesem Weg zu betreuen. Er war einverstanden, und ich installierte etwa vier bis fünf Monate vor dem Rennen mein SRM-System an meinem Handbike.

Ich denke der größte Vorteil des SRM-Systems und der Messgröße Watt ist, dass es eine Größe darstellt, welche die tatsächliche Trainingsleistung direkt wiedergibt, ohne Rücksicht auf externe Bedingungen. Bevor ich das SRM verwendete, trainierte ich nicht gern, wenn es windig war, weil ich wusste, dass es ein Kampf gegen den Wind werden würde, und zusätzlich meine Geschwindigkeit gering war, trotz aller Anstrengungen. Jetzt ist es nicht mehr wichtig, da die Geschwindigkeit nicht die bestimmende Messgröße innerhalb meines Trainingsprogramms ist. Egal ob es windig oder hügelig ist, ein Blick auf die Leistung sagt mir, ob ich innerhalb meines vorgeschriebenen Bereichs trainiere.
Auch hilft das SRM-System, mich nicht zu über- oder unterfordern. Mein Training ist effizienter und individueller geworden.

Mein Trainer schickt mir meinen Trainingsplan basierend auf unsere Ziele aber auch auf die Rückmeldungen, die er durch die SRM-Daten erhält. In regelmäßigen Abständen sende ich ihm die Trainingsdaten per E-Mail zu. Hierdurch ist er in der Lage, notwendige Anpassungen vorzunehmen. Es kann immer sein, dass ich in dem einen oder anderem Bereich mehr trainieren muss.


Welche Ziele hast du dir für die Zukunft gesetzt? Sind für dieses Jahr weitere Wettbewerbe geplant? Möchtest du an den Paralympics 2012 in London teilnehmen?

Mein Fernziel sind die Paralympics 2012. Zunächst habe ich mein Ziel erreicht, das Zeitfahren der US-Meisterschaften zu gewinnen und hoffentlich ins USA Team aufgenommen zu werden.
Kurzfristig wird mein Training auf die „The Crocodile Trophy" ein 800 Meilen off-road race in Australien im kommenden Oktober ausgerichtet. Danach werde ich mich wieder ins Rennbike setzen und mithilfe meines SRMs trainieren. Mit 100 Prozent werde ich ausdrücklich für die US-Trials 2012 trainieren und hoffentlich das Ticket für die Paralympics 2012 in London lösen. Ich denke, durch die Betreuung durch meinen Trainer Ralf Lindschulten und das SRM-System stehen meine Chancen nicht allzu schlecht.