| 6 Stunden Weltrekord von Ellen van Vugt und Axel Fehlau |
![]() Am 9.10.2010 haben Ellen van Vugt (Niederlande) und Axel Fehlau (Deutschland) die bestehenden Rekorde über 6 Stunden verbessert.
Ort Die Rekordläufe fanden auf dem Testgelände der Adam Opel GmbH in Dudenhofen/Deutschland statt. Das Gelände liegt ca. 120M über N.N. Die Teststrecke ist kreisrund mit überhöhten Kurven und einer Länge von 4,77932 km. Es gibt drei asphaltierte Fahrspuren für Geschwindigkeitsfahrten bis 210km/h und eine innere Ausrollspur aus Betonplatten. Die Länge der untersten Fahrspur wird für die Entfernungsberechnung herangezogen. Die Teststrecke ist mit einer Nachtbeleuchtung ausgestattet. Fahrzeuge Beide Fahrer fuhren je eine "Speedhawk2". Die vollverkleideten Einspurliegeräder wurden von Ralf Siber in Zusammenarbeit mit den VRT-Speebike team (Guido Mertens, Hans v. Vugt, Rob Jansen, Stefan Goroncy) entworfen. Die "Speedhawk 2" ohne die VollverkleidungZeitnahme und Berechnung Die Zeit wurde manuell mit einer synchronisierten Uhr (DCF77) gestoppt. Die Fahrer mussten die letzte Runde zu Ende fahren, nachdem sie die 6h absolviert hatten Die Entfernungsberechnung berücksichtigt nur den Teil der letzten Runde, der einer Fahrzeit von 6h entspricht. Um die Ungenauigkeit der manuellen Zeitnahme zu kompensieren, wurde bei der Berechnung eine Sekunde Toleranz einkalkuliert. Umweltbedingungen Der Himmel war klar und sonnig. Die Läufe starteten bei einer Temperatur von etwa 19°C. Die Temperatur fiel während der Läufe auf 9°C, die Luftfeuchtigkeit stieg auf über 80% an. Beobachter Martin Staubach (Deutschland) war Beobachter und Zeitnehmer der Läufe. Ein Auto mit je zwei Teammitgliedern folgte jeweils den Fahrzeugen im Abstand von ca. 100m aus Sicherheitsgründen, um das Spurhalten zu beobachten und nachts zur Beleuchtung. Außer den Fahrern und dem Beobachter waren noch 6 Mitglieder des VRT-Speedbiketeams anwesend. Sicherheit Die Fahrer trugen einen SNELL/ANSI zugelassenen Helm. Beim stehenden Start wurden die Fahrzeuge noch ca. 10 m seitlich gestützt bis sie frei fahren konnten. Ellen van Vugt
Der Lauf startete um 17:11:36. Sie hatte in Runde 15 Schwierigkeiten mit dem Fahrzeug, konnte diese aber ohne Anhalten beheben. In Runde 59 machte sie einen Stopp, um die beschlagene Plexiglashaube zu trocknen und die Sicht wieder herzustellen. Ellen fuhr 71 Runden. Das entspricht in 6h 338,689km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 56,448km/h. Axel Fehlau
Das Wissen um seine Leistungsfähigkeit und der gezielte Einsatz des SRM-Powermeters machten den Weltrekordfahrt zu einer kontrollierten Sache. Bemerkenswert ist, dass die gesamten 6 Stunden komplett ohne eine einzige Tretpause durchgefahren wurden. Auch bei der Einzeldurchsicht der Daten waren keine Leertretzeiten zu erkennen. Der gleichmäßige Herzfrequenzverlauf signalisiert ebenfalls eine kontrollierte Fahrt und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Axel Fehlau bei den letzten Vorbereitungen auf die Fahrt. Die psychologische Komponenten bei einer 6h-Fahrt darf nicht unterschätzt werden.
Gut gelaunt und mit dem vorher kalkulierten Vorrat an Kohlehydraten an Bord des Speedhawk.
Wir danken Martin Staubach von STAPS für den Bericht. |








Die "Speedhawk 2" ohne die Vollverkleidung


