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Tour de France 2011 - Analyse der 13. Etappe - Jérémy Roy

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Jérémy Roy ist der König der Ausreißer! Eigentlich ist es sehr ungewöhnlich, wenn bei der Tour de France ein Fahrer an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in einer Fluchtgruppe dabei ist. Es ist deutlich anstrengender, in einer kleinen Gruppe vorne Tempo zu fahren, als im Peloton den Windschatten zu nutzen. Die Zeit, um sich zu erholen und die Speicher wieder zu füllen ist, entsprechend länger.

Offensichtlich brauchte Jérémy diese Zeit nicht. Schon in der ersten Woche war er einer der aktivsten Fahrer und auch gestern und heute war er nicht einfach nur dabei. Er riskierte es, sich am Berg von seiner Gruppe zu lösen. Dadurch konnte er gestern am Col du Tourmalet und heute am Col D'Aubisque die Bergwertung gewinnen. Mit der vollen Punktzahl in der Bergwertung an zwei Monumenten des Radsports, legendären, steilen Anstiegen, setzte er sich an die Spitze im Kampf um das gepunktete Bergtrikot.

Im Gegensatz zu gestern waren seine Siegchancen heute deutlich besser. Der Abstand zum Peloton war groß, so dass dort keiner mehr auf den Etappensieg spekulierte.

 

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Jérémy setzte sich am Fuß des Aubisque ab und steuerte seine Leistung optimal. Zu Beginn für 12 ½ Minuten etwas über 400 Watt, danach mit sehr regelmäßiger Trittfrequenz und Leistung weitere 10 km immer um 370 Watt bis zum Gipfel.
Die Fernsehbilder zeigten, wie er häufig auf sein PowerControl 7 blickte, um seine Leistung zu kontrollieren und nicht zu überziehen. Er wusste, dass es noch ein langer Weg ins Ziel werden würde, und einmal im roten Bereich würde es schwer werden, sich zu erholen.

 

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Auf der Abfahrt vom Aubisque blieb keine Zeit zum Regenerieren. Er wusste, dass ihm mit David Moncoutié (Team Cofidis) und dem hervorragenden Abfahrer Thor Hushovd (Team Garmin Cervélo) zwei starke Fahrer auf den Fersen waren.

 

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Jérémy trat aus jeder Kurve heraus an, was mit müden Beinen doppelt weh tut. Die akkumulierte Belastung der Etappe und der vorherigen Tage wurde dann auf den Flachstücken sichtbar. Es war sehr schwer, die Leistung konstant hoch zu halten und der Gegenwind auf den letzten Kilometern machte es noch schwerer.
Nur zwei Kilometer vor dem Ziel konnte Thor Hushovd zu ihm auffahren und ihn überholen. Der Weltmeister entschied die Etappe für sich, deutlich vor David Moncoutié und dem sehr enttäuschten Jérémy Roy.
Sein Mut und sein Kampfgeist wurden leider nicht belohnt und das Bergtrikot sowie die Auszeichnung als kämpferischster Fahrer sind nur ein kleiner Trost.

 

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Tour De France 2011, 13. Etappe
J. Roy



Distanz [km]
151.4
Zeit [h:min:sec]
3:48:02
Leistung [W]
317
Herzfrequenz [Schläge/min]


Geschwindigkeit [km/h]
39.8

Trittfrequenz [U/min]
81
Höhenmeter [m]
2.336
Energieverbrauch [kJ]
4331







Maximalleistung [W]





1 sec
1.056
10 sec
816
40 sec
615
1 min
594
4 min
491
10 min
413
20 min
396
60 min
360

 

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