Deutsch (Deutschland)English (United Kingdom)Español(Spanish Formal International)French (Fr)Italian (Italy)English (USA)
Twitterfacebook-buttons-51-88-
Rachels Blog: Aufzeichnungen aus Kona Teil 3
konachronicles3pic49. Oktober 3:30 Uhr: Der Alarmton meines Handys durchbrach die Stille unseres kleinen Hotelzimmers in Kona - gerade als ich in den Schlaf dämmerte... Seit Jahren habe ich nach dem perfekten, sanften Weckton gesucht - aber um 3:30 morgens war „Eye of the Tiger" genau richtig.

Ich stolperte im Halbschlaf durch das Hotelzimmer und suchte alles für einen 16-stündigen Arbeitstag zusammen. Zum Glück konnte ich den Reißverschluss meines Rucksacks schließen und machte mich auf den Weg zum Haupteingang des Hotels, um Christoph und Simone zu treffen.

Von der Außenlobby konnte ich den Ali'i Drive hinunterschauen, die Straße, die zum Start des IronMan führt. Es war ein unheimlicher Anblick und einen Moment lang dachte ich zu träumen. Der Himmel war tiefschwarz und nur die wenigen Straßenlaternen erleuchteten die legendäre Straße vor uns. Menschen bewegten sich wie in einem Zombiefilm aus den 80ern in der Mitte der Straße. Alle bewegten sich langsam und lautlos in die gleiche Richtung. Wir schlossen uns der stillen Masse an und strebten dem Pier in Kona entgegen.

Je näher wir zum Start kamen, desto mehr erfüllte sich die Luft mit inspirierender Musik, riesige Bühnenscheinwerfer erleuchteten das Pier wie mit einer künstlichen Sonne. Überall vibrierte es vor Energie und Aufregung und man wurde mitgerissen von der speziellen, einzigartigen Atmosphäre.

Christoph traf sich mit McKenzie von Ironman um 5 Uhr am Tor zum Bereich mit den Rädern. Um in diesen Hochsicherheitsbereich zu kommen brauchte er einen Offiziellen, der ihn zu jedem der zehn SRMlive Telemetrie Räder zum letzten Check begleitete. Kurz darauf kam er mit McKenzie zurück: Alles ok! Die Telemetriegeräte waren betriebsbereit. Mit dem Bewegungsdetektor würden sie gleichzeitig mit dem PowerControl 7 einschalten.

6:30 morgens: Mit einem Kanonenschuss über der Bucht von Kona wurde der IronMan gestartet und ein Rauchring am Himmel begleitete die Athleten auf den ersten Metern im Wasser. Christoph und ich beobachteten vom Pier die Profis auf ihren 3,5 Kilometern Schwimmen. Simone hatte seinen Platz im IronMan-Medienzentrum eingenommen und wir bereiteten uns auf das SRMlive Debüt bei den Ford IronMan Weltmeisterschaften vor.

Nach weniger als einer Stunde waren die SRMlive Athleten aus dem Wasser und pellten sich aus ihren Nicht-Neopren Schwimmanzügen, setzten ihre Aerohelme auf und sprangen auf ihr Rad. SRMlive begann mit der Übertragung der Livedaten und der GPS-Lokalisation an diverse Medienpartner inklusive IronmanLIVE.com.
Mit der unglücklichen Ausnahme von Dirk Bockel, dessen Gerät auf der Strecke nicht funktionierte, konnten die Zuschauer Geschwindigkeit, Tritt- und Herzfrequenz sowie deren Leistung auf der 180 Kilometer-Radstrecke verfolgen.

Ein wesentliches Problem stellte sich ein: Die Besucherzahl auf unserer Webseite über den Link von IronmanLIVE.com. Unser Server hatte nicht die Kapazität nahezu 500.000 Zuschauer zu verarbeiten und war zeitweise von dem Ansturm überfordert. Simone arbeitete äußerst konzentriert und konnte einen weiteren Server ergänzen, den IronmanLIVE-Link entfernen und SRMlive wieder für die Zuschauer hochfahren. Wir fanden Simone atemlos und schweißüberströmt, als SRMlive wieder funktionierte.

bockel-konachronicles3pic3Die Bedingungen auf der Strecke waren brutal wie immer, die Temperaturen erreichten über 33ºC und die Windbedingungen sorgten dafür, dass die Fahrer alle Mühe hatten, ihre Räder auf der Schnurgeraden Strecke zum Wendepunkt nach Hawi zu halten.

Michael Weiss, ein langjähriger SRM-Profi, erreichte die schnellste SRMlive Radzeit und die zweitschnellste Radzeit mit 4:25:21 h. Rachel Joyce vom Team Abu Dhabi war die beste SRMlive Athletin mit 5:10:32 h und erreichte die siebtschnellste Radzeit.

Dirk Bockel, Faris Al-Sultan und Michael waren die stärksten SRMlive-Sportler beim Marathon, nur kurz dahinter Cameron Brown und TJ Tollakson. Rachel Joyce führte die SRMlive Frauen an mit einer schnellen Cait Snow, die im Lauf alles gab, um den Rückstand aufzuholen, gefolgt von Samantha McGlone und Eva Dollinger.

Die Zuschauer am Ziel jubelten, der Himmel war in Farben der Flaggen aller Nationen getaucht und hawaiianische Trommler sorgten für stampfende Tanzmusik, als der Australier Chris McCormack und Mirinda Carfrae die Ziellinie als neue Weltmeister überquerten.

Dirk Bockel erreichte als Achter das Ziel, Faris Al-Sultan wurde Zehnter, Michael Weiss 13ter, Cameron Brown 17ter und TJ Tollakson 38ter. Bei den Frauen wurde Rachel Joyce Fünfte, Cait Snow Achte, Samantha McGlone 16te und Eva Dollinger 21te.

Christoph und ich wurden in den Wechselbereich begleitet, wo die salzverkrusteten Räder darauf warteten abgeholt zu werden. Wir entfernten die Telemetrie-Boxen ungeachtet der verschiedenen Körperflüssigkeiten, die auf dem Kunststoff eine undefinierbare Spur hinterlassen hatten. Dann ging es zurück für eine kurze Dusche und ein Bier, bevor wir auf dem Ali'i drive die letzten Finisher kurz vor Mitternacht anfeuerten.

SRMlive war für mich eine fantastische Reise. Vom ersten Brainstorming in Colorado bis zum Reinigen der Transponder von Schweiß und Urin auf Hawaii. Dafür danke ich Uli, dem gesamten SRM-Team, IronMan und allen Sportlern!!!

Mahalo,

Rachel