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IronMan Hawaii 2010 - SRM-Daten Michi Weiss

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Für Michi Weiss waren die IronMan Weltmeisterschaften in Kona der Höhepunkt eines erfolgreichen Jahres. Nach dem 25. Platz im vergangenen Jahr mit der drittbesten Zeit auf dem Rad war sein Ziel die Top Ten.

Die Vorbereitung gelang ihm nach Maß: Sieg beim IronMan St. George in Utah am 1. Mai und Dritter beim IronMan Austria am 4. Juli. Auf Hawaii war es also schon sein dritter IronMan des Jahres, neben den HalfIronMan in Kalifornien und St. Pölten.

Michi hat in diesem Jahr intensiv an der Verbesserung seiner Schwimm- und Laufleistung gearbeitet und dabei versucht, das Niveau auf dem Rad zu halten. Das ist ihm hervorragend gelungen. Nach 3,5 Kilometern im Wasser stieg er nach 57:40 min aus dem Wasser, 5 ½ Minuten schneller als 2009. Damit hatte er wesentlich bessere Voraussetzungen für den Radabschnitt, weil die Zahl der Überholvorgänge geringer war.
Er erreichte die Wechselzone zum Laufen als Sechster und war damit Zweitschnellster auf dem Rad, nur zwei Minuten hinter Chris Lieto. Und sein Marathon war hervorragend - 18 Minuten schneller als 2009: 3:00:34 h! Er überquerte die Ziellinie in Kona nach 8:29:15 h als 13ter.
Herzlichen Glückwunsch Michi, ein solider Fortschritt und ein großer Schritt in Deiner IronMan-Karriere.

Betrachten wir seine SRM-Daten etwas genauer:

Einen großen Einfluss auf die Leistung - insbesondere hier auf Kona - haben die Umweltbedingungen. Die Hitze und der Wind sind berüchtigt. Mit durchschnittlich knapp über 30 Grad war es etwa 2 Grad kühler als im Vorjahr, was die Strategie bei der Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme etwas erleichterte. Bei wechselndem Wind hilft das SRM-System, die Leistung zu dosieren: Gegen den Wind nicht zu hart zu treten und bei Rückenwind trotzdem noch ausreichend Leistung auf die Pedale zu bringen.

Michi leistete durchschnittlich 305,5 Watt - mehr als 18 Watt über dem Durchschnitt des letzten Jahres bei einer Geschwindigkeit von 41 km/h. Der Vergleich der ersten mit der zweiten Hälfte ist immer sehr aufschlussreich. Ein Leistungsabfall ist normal, in diesem Jahr waren es 32 Watt oder 9,5% (1. Hälfte: 332 Watt; 2. Hälfte: 290 Watt), deutlich weniger als im vergangenen Jahr (40 Watt oder 13%) bedingt wahrscheinlich durch den Zuwachs an Erfahrung und die bessere Leistungsfähigkeit, aber auch durch die etwas niedrigeren Temperaturen.

 

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Eine Schlüsselstelle der Radstrecke ist der Anstieg nach Hawi. Im letzten Jahr war Michi auf den 10,5 Kilometern etwas schneller: 20:36 Minuten, 303 Watt, dieses Jahr benötigte er 21:21 Minuten und 309 Watt. Waren die Windverhältnisse nicht so gut wie 2009 oder ist seine Position etwas weniger aerodynamisch? Das ist sicher eine Frage, die er weiter analysieren muss, da die Fortschritte auf dem hohen Niveau nur noch klein sind und viel Aufwand nötig ist. Den Anstieg fuhr Michi deutlich unter seiner anaeroben Schwelle (maximale Leistung über 60 Minuten in diesem Jahr 328 Watt, vergangenes Jahr 315 Watt), wodurch die Belastung für den Kohlenhydratstoffwechsel und die Ermüdung geringer waren.

 

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Verglichen mit seiner Radleistung beim IronMan Austria konnte Michi konstanter fahren. Die Maximalleistungen für 10 Sekunden bis zu 4 Minuten sind niedriger. Trotzdem war die Durchschnittsleistung über die Gesamtstrecke nur 3,5 Watt niedriger.



IronMan Hawaii 2010 IronMan Austria Halfironman Kalifornien
IronMan St.George
Halfironman Oceanside

IronMan Hawaii 2009



9. Oktober 2010 4. Juli 2010 30. Mai 2010 1. Mai 2010
27. März 2010
10.Oktober 2009
Distanz [km]
180 180 90 180
90
180
Zeit [h:min:sec]
4:25:53 4:18:38 2:06:41 4:42:08
2:14:41
4:28:55
Leistung [W]
305.5 309 342 300
336
288
Geschwindigkeit [km/h]
40.8 40.7 41.5 38.3
40
40
Trittfrequenz [U/min]
95.5 93.2 94.6 94
90
93
Höhenmeter [m]
1.055 1.418 693 1.757
605
1.110
Energieverbrauch [kJ]
4.874 4.796 2601 5.074
2.712
4.654














Maximalleistungen [W]






10 sec
587 735 666 812
795
926
1 min
461 468 426 581
646
551
4 min
378 403 414 407
448
446
10 min
344 367 400 360
400
362
20 min
336 349 379 329
378
335
60 min
328 340 351 317
366
315

 

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Es wird interessant sein zu sehen, wie sich Michi im nächsten Jahr weiter verbessern wird. Mit Sicherheit ist das Verbesserungspotential im Schwimmen und beim Laufen größer, auf dem Rad werden nur kleine Schritte möglich sein - vielleicht durch eine Verbesserung der Aerodynamik und eine leichte Senkung der Trittfrequenz (Durchschnitt in Kona: 95,5 U/min).

Mit seiner Leistung hat Michi Weiss zur Weltspitze im Triathlon aufgeschlossen. Viel Erfolg für das nächste Jahr!

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