| Ironman Lake Placid - SRM Analyse der Daten des Siegers TJ Tollakson |
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Der erste Sieg bei einem Ironman ist für jeden Triathlonprofi ein wesentlicher Schritt in die Weltspitze. TJ Tollakson, der 2008 die Profilizenz löste, war diesem Ziel schon einige Male sehr nahe - zweimal Zweiter in Arizona (2008 und 2009) und Dritter beim diesjährigen Ironman in St. George. In den vergangenen Jahren litt TJ häufig unter Verletzungen und unterzog sich deshalb in diesem Winter einer Hüftoperation. Mit neuer Motivation und ohne gesundheitliche Probleme startete TJ in die Saison 2011 und konnte sich erstmals im Training optimal belasten. Nach St. George wusste TJ, dass er auf dem richtigen Weg war und startete sehr optimistisch bei seinem letzten großen Wettkampf vor den Weltmeisterschaften in Kona.
TJs SRM-Daten zeigen sein hervorragendes Pacing - vom Start bis zum Ende der Radstrecke bewegte er sich immer nah um 280 Watt. Mit einer Durchschnittsleistung von 281,9 Watt (4,37 W/kg) legte er die 180 Kilometer in 4:33:30 Stunden zurück. Die Herzfrequenz war ebenfalls sehr konstant mit einem Durchschnitt von 151,7/min. Die zahlreichen Spitzen in der zweiten Hälfte sind Fehlmessungen, entweder durch die Reibung des Anzugs oder durch Fernsehkameras.
Die spezielle Ansicht „Statistik" belegt die sehr konstante Fahrweise von TJ und seine Sicherheitsstrategie immer im Bereich der Schwelle zu bleiben. Sowohl die grüne Verteilungskurve der Leistung als auch die rote Verteilungskurve der Herzfrequenz zeigen je eine sehr enge, hohe Spitze. So wie sich Leistungs- und Herzfrequenzverteilungskurven gleichen, ist auch die Verteilung von Geschwindigkeit und Trittfrequenz sehr ähnlich. TJ hält seine Leistung auch über eine höhere Trittfrequenzvariabiltät konstant.
Die Radstrecke in Lake Placid führt über zwei Runden zu 90 Kilometern. Beide Runden absolvierte TJ mit sehr ähnlicher Leistung und Herzfrequenz. Die erste Runde in 2:14:41 h mit durchschnittlich 289,5 W und einer Herzfrequenz von 149/min, die zweite Hälfte in 2:19:16 h mit 274,5 W und 154/min. Der Hauptgrund für die etwas geringere Geschwindigkeit in der zweiten Runde waren die letzten 20 min vor dem Wechsel zum Marathon. TJ reduzierte bewusst die Leistung, um die Laufstrecke perfekt angehen zu können. Zu Beginn jeder Runde lag die Leistung höher - in der ersten Runde für etwas mehr als 21 min bei 312 Watt, um an Holden heranzukommen und vorbeizuziehen, und zu Beginn der zweiten Runde bei etwa 300 Watt.
Beim Marathon erzielte TJ einen neuen persönlichen Rekord von 2:56:45 h, obwohl er die letzten Kilometer bewusst langsamer gelaufen war. Sein Trainer Cliff English hatte ihm geraten, schon an die Regeneration für die nächsten Wettkämpfe zu denken. Sein Vorsprung war komfortabel genug. TJ berichtet in seinem Blog, wie sehr er die letzten Kilometer genießen konnte. Das ist bei einem Ironman doch sehr ungewöhnlich. Der Energiestoffwechsel und die Verdauung sind entscheidende Faktoren beim Ironman. Nachdem TJ bei früheren Wettkämpfen immer Probleme mit dem Magen hatte, konnte er jetzt mit einer klaren, wissenschaftlich belegten Strategie ohne Probleme seine beste Leistung erzielen. Neben dem individuell verträglichen Produkt sind auch Menge und Timing zu beachten. Ein PowerGel alle 20 Minuten - insgesamt 15 Gels (entsprechend etwa 1.600 Kalorien) plus eine Packung Powershots (200 Kalorien) waren bei TJ Garant für eine ausgeglichene Leistung auf dem Rad. Wir bedanken uns bei TJ für die SRM-Daten aber vor allem auch für seine Kooperation bei der Telemetrie und wünschen ihm eine optimale Vorbereitung und viel Erfolg in Kona 2011. Mehr Informationen zu TJ Tollakson und dem Sieg beim Ironman Lake Placid 2011 finden sie in seinem Blog und in einem Interview mit dem "Lava Magazine".
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