| 500m-Zeitfahren Frauen |
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Das 500m-Zeitfahren ist eine maximale Ausbelastung, von Beginn an aus der Startmaschine bis zum Ziel. Bei internationalen Wettkämpfen werden entweder 2 Runden (auf einer 250 m Bahn) oder 1 ½ Runden (auf einer 333 m Bahn) gefahren. Seit den Olympischen Spielen 2004 in Athen gehört die Disziplin nicht mehr zum olympischen Programm, wird aber bei Weltcups und Weltmeisterschaften noch gefahren. Die letzte olympische Goldmedaille gewann Anna Meares, den aktuellen Weltrekord hält die Littauerin Simona Krupeckiate in 33,296 Sekunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 54,060 km/h.
Es ist ein Sprintrennen, bei dem es enormer anaerober Fähigkeiten bedarf, um die Ziellinie ohne größeren Tempoverlust an zu überqueren. Am Ende ist es die reine Willenskraft und die Athletinnen müssen mental sehr hart sein - ähnlich wie ihre männlichen 1000m Zeitfahr-Kollegen. Enorm wichtig für den Erfolg im Rennen ist es, wie man aus der Startmaschine kommt - Timing und Technik können über Sieg und Niederlage entscheiden. In den ersten 10 Sekunden (3-5 Pedalumdrehungen) gibt man 100 %, das anaerobe alaktazide System wird dabei maximal belastet. Die Sportlerinnen steuern ihre Atmung über den Countdown und halten entweder die Luft an oder atmen bewusst aus, wenn sie die Startmaschine verlassen. Betrachten wir das Gesamtprofil und die Leistungskurve aus einem Weltcuprennen:
Die Trittfrequenz- und Leistungskurve verlaufen sehr gleichförmig - was an der starren Nabe liegt, bei der die Fahrerin keinen Gang wechseln kann. An der blauen Kurve sieht man, dass die Sportlerin die Trittfrequenz über das ganze Rennen sehr gut halten konnte, auch wenn die grüne Leistungskurve aufgrund der Ermüdung leicht nach unten verläuft. Die Leistung setzt sich aus Trittfrequenz und Drehkraft/Drehmoment zusammen. In diesem Rennen ist entsprechend das nachlassende Drehmoment die Ursache für den Leistungsverlust. Man erkennt auch die Welle der blauen Trittfrequenz- und grünen Leistungkurve. Ursache ist die Schräglage auf der Bahn in den Kurven. Der Schwerpunkt muss eine geringere Strecke zurücklegen, als der Kontaktpunkt der Reifen auf der Bahn, dadurch erhöht sich die Trittfrequenz und auch die Geschwindigkeit. |







