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Tour de France
Tour de France 2010: SRM-Analyse 20. Etappe, Champs-Elysées
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Die letzte Etappe der Tour de France mit Ziel auf den Champs-Elysées ist eines der größten Highlights im Radsport - für die Fahrer, die Teams und das Personal sowie die Zuschauer. Drei Wochen, unterbrochen lediglich durch zwei Ruhetage, liegen hinter ihnen und alle sind glücklich und stolz, das wichtigste Radrennen des Jahres beendet zu haben.

Die diesjährige Tour de France wird länger in Erinnerung bleiben. Die großartigen Klassikeretappen der ersten Woche - Reminiszenzen an Lüttich-Bastogne-Lüttich und Paris-Roubaix, zwei der wichtigsten Eintagesrennen überhaupt, Massensprints, schlimme Stürze und üble Verletzungen. Die zweite Woche in den Alpen mit der ersten Selektion für die Gesamtwertung, Überraschungen und Enttäuschungen. Die "Transfer"etappen von den Alpen hin zu den Pyrenäen mit dem erfolgreichen Ausreißversuch von Sergio Paulinho, dem Gewinner der zehnten Etappe am 14. Juli. Und schließlich das fantastische Duell zweier nahezu gleichwertiger Kletterer mit dem Abschluss im Zeitfahren, das doch wesentlich knapper war, als erwartet.

Als die Fahrer auf die letzten acht Runden entlang der Champs-Elysses einbogen waren sie wohl alle erleichtert, die Strapazen bald hinter sich zu haben. Für einige, insbesondere die Teams der Sprinter gab es noch den "Sprint Royal"- die Krönung für jeden Sprinter, um den es sich noch zu kämpfen lohnte.

Wir haben heute die SRM-Daten von zwei Liquigas-Fahrern - Daniel Oss, der Youngster, der am Freitag nach seiner Flucht erst drei Kilometer vor dem Ziel eingeholt wurde, und Roman Kreuziger, den jungen Tschechen, der in diesem Jahr seine Höhen und Tiefen bei dieser Tour hatte und als Neunter der Gesamtwertung Paris erreichte. Er ist einer der Fahrer, die in den nächsten Jahren in den Zweikampf zwischen Andy Schleck und Alberto Contador eingreifen könnte.

Auf den ersten fünfzig Kilometern nach Paris waren alle in Feierlaune. Für die Fotografen war es noch einmal eine Gelegenheit, entspannt Fotos von den Fahrern zu machen. Der Sportliche Leiter der Siegermannschaft bringt allen anderen Sportlichen Leitern Champagner ans Auto, um auf den Sieg anzustoßen.

 

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Erst als die Fahrer den Rundkurs erreichten, wurde das Tempo erhöht und das wirkliche Rennen gestartet - nicht nur für die Zuschauer, die rund um den 6,2 Kilometer langen Rundkurs versammelt waren, sondern auch das Rennen um den Sieg im großen Finale.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag in der letzten Stunde bei 49 km/h. Daniel Oss leistete durchschnittlich 317 Watt, Roman Kreuziger 277 Watt mit einem Durchschnittspuls von 135 Schlägen/min. Da er sich nicht am Sprint beteiligen wollte, war es sein Ziel, die Tour nach 3.641,9 Kilometern einfach nur sturzfrei zu Ende zu fahren.

 

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Daniels schnellste Runde (6,15 km) dauerte sieben Minuten, Durchschnittsleistung 410 Watt. Im Sprint war er am Hinterrad von Alessandro Petacchi (Team Lampre) und überquerte als 10ter die Ziellinie. Wenn man sich die Daten dieser Runde anschaut, sieht man die Intensität, mit der er kämpfte. Einige Antritte über 900 Watt um jeweils den besten Windschatten zu nutzen und ein Spurt über 20 Sekunden mit 908 Watt - in der Spitze bis 1.026 Watt - um von 50 km/h auf 63,4 km/h zu beschleunigen.

 

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Auf dem Foto vom Zielsprint erkennt man Daniel sehr gut im grünen Liquigas-Trikot in der Mitte direkt hinter Petacchi. Das Bild ist auch interessant, weil man einen möglichen Grund erkennt für Cavendishs Leistungen im Sprint und seine extreme Beschleunigung. Obwohl im Vordergrund erscheint er kleiner als seine Gegner, die sich hinter ihm befinden. Seine Frontfläche ist viel kleiner als die der anderen Sprinter, lediglich Freire kommt ihm in dieser Hinsicht nahe. Die Fernsehbilder zeigten auch in der Seitenansicht die perfekte Form. Optimale Aerodynamik und eine gute Erklärung, warum „nur" 1.252 Watt beim Sprint in Bordeaux absolut ausreichend sind, seine Konkurrenz zu dominieren. Mit einem perfekten Sprintzug, gutem Timing, Antizipation für die Situation, dazu eine optimale, aerodynamische Position und koordinierte Kraft - nicht nur in den Beinen - es ist das Gesamtsystem, nicht lediglich reine Kraft. Und in dem Gesamtsystem scheint Cavendish momentan unschlagbar.

 

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Wir möchten uns bei allen Fahrern bedanken, die ihre Daten zur Verfügung gestellt haben, die mit Telemetrie gefahren sind und uns damit einen Blick auf die physischen Belastungen bei der Tour de France erlaubten. Vielen Dank natürlich auch an die Teams und das Personal im Hintergrund, die Mechaniker die Überstunden arbeiteten, damit die Systeme problemlos funktionierten, die PowerControls einsammelten und uns in den extrem knappen Zeiträumen kurz vor dem Start oder nach Zielankunft unterstützten.
Danke natürlich auch an Sie! Wesentlich mehr Interessierte als in den vergangenen beiden Jahren besuchten unsere Internetseite. Leistungsmessung in Training und Wettkampf verbreitet sich immer weiter und wir freuen uns über tausende von Nutzern, die mit Ihren Daten arbeiten und Beispiele aus dem Hochleistungssport für die eigene Datenauswertung nutzen.

In den nächsten Wochen werden wir weitere interessante Themen im Zusammenhang mit den Daten der Tour de France bearbeiten und vorstellen. Bitte besuchen Sie regelmäßig unsere Webseite oder folgen Sie uns bei Twitter und Sie erhalten weiterhin Informationen aus erster Hand.

 

Tour De France, 20. Etappe
D. Oss
R. Kreuziger
CA. Soerensen
Distanz [km] 98.0
97.8
98.1
Zeit [h:min:sec] 2:41:20 2:41:44
2:41:25
Leistung [W] 197 166 174
Geschwindigkeit [km/h] 36.5 36.3 36.5
Trittfrequenz [U/min] 61 56 71
Höhenmeter [m] 522 522 522
Energieverbrauch [kJ] 1.908 1.612 1.689
Maximalleistung [W]
5 sec 1.003
857 746
10 sec 978
785
614
1 min 660
443 451
4 min 461
350 357
10 min 387
330
306
20 min 346
296
277
60 min 317
276
268
 
Tour de France 2010: SRM-Analyse 18. Etappe - Bordaux

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Ein Sieg in Bordeaux ist für jeden Sprinter bei der Tour de France ein Höhepunkt in seiner Karriere. Deshalb war es einfach vorherzusehen, dass die Sprinterteams das Rennen vor dieser traditionsreichen Zielankunft kontrollieren würden.

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Tour de France 2010: SRM-Analyse 17. Etappe, Col du Tourmalet

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Der "Col de Tourmalet" wurde erstmals 1910 bei der Tour de France überquert. Der erste Radprofi, der den 2.115 Meter hohen Gipfel erreichte, war Octave Lapize, der dann auch die Tour de France für sich entscheiden konnte.

Es ist der prestigeträchtigste Berg der Tour - neben Alpe d'Huez und dem Mont Ventoux in der Provence. Deshalb ist ein Sieg hier immer etwas Besonderes. Heute war es dies für Andy Schleck, der Seite an Seite mit Alberto Contador die Ziellinie überquerte. Die beiden besten Kletterer waren auf dem gleichen Niveau und erwiesen sich gegenseitig Respekt. Kein anderer Fahrer war heute in der Lage, ihnen zu folgen. Der Unterschied zur nächsten Gruppe der Gesamtwertungsfahrer wie z. B. Denis Menchov, Samuel Sanchez und weiteren ist klein, aber auf diesem Niveau entscheidend.

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Tour de France 2010: SRM-Analyse 16. Etappe - Die Königsetappe
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Die Tour de France feiert 100-jähriges Pyrenäenjubiläum mit einer monumentalen Etappe, die den Fahrern alles abverlangte. 199,5 Kilometer über vier Berge mit 4.300 Höhenmetern in 5:31:43 Stunden.
Direkt vom Start mussten die Fahrer in den Anstieg zum Col de Peyresourde. Eine Attacke folgte der anderen und das erste Opfer war Ivan Basso. Er konnte dem Feld nicht mehr folgen, während vorne seine Mannschaftskameraden Sylvester Szmyd und Roman Kreuziger aus dem Feld herausfahren konnten. In der Gruppe mit ihnen waren auch Lance Armstrong und Chris Horner - der uns seine Daten wieder zur Verfügung gestellt hat. Wir empfehlen Ihnen auch seinen Blog zu lesen, sehr interessante, sehr gut geschriebene Insidergeschichten.
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Tour de France 2010: SRM-Analyse der 15. Etappe - Die Zweite Pyrenäenetappe
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Die zweite Pyrenäenetappe war voller Aktion und Drama - vom Start bis ins Ziel, oder besser gesagt - in den ersten beiden und in der letzten Stunde.

Christophe Riblons Sieg auf der gestrigen Etappe hatte einen stimulierenden Effekt auf alle Profis, die noch etwas Kraft in ihren Beinen hatten, um sich in einer Attacke zu versuchen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit in den ersten beiden Rennstunden erreichte deshalb über 46 km/h. Erst nach 95 Kilometern konnte sich eine zehnköpfige Gruppe absetzen und sofort wechselte das Peloton in einen Energiesparmodus. Am Portet d'Aspet setzten sich Robbie McEwen und George Hincapie in die erste Reihe des Fahrerfeldes und bremsten es über den gesamten Anstieg. Die Sprinter wollten damit erreichen, ohne Probleme im Zeitlimit zu bleiben, für die Ausreißer war es die Gelegenheit, genug Vorsprung herauszufahren.

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